M.I.T. Regionalverband Weserbergland besucht Maprom in Höxter

2012-12-10 06:50 von Jens Heine

Betriebsbesichtigung Maprom

Höxter (pd). Hidden Champions gibt es einige im Weserbergland. Es sind ausnahmslos mittelständische Betriebe und sie wachsen und gedeihen, wie die Bezeichnung schon sagt, in ihrer jeweiligen Branche mehr so im Verborgenen. Die Firma Maprom aus Höxter ist einer von ihnen, das Unternehmen hat sich erfolgreich auf den Import, die Herstellung und die Veredlung textiler Werbeartikel spezialisiert. Zum 25-jährigen Jubiläum hat der Regionalverband der M.I.T. Mittelstandvereinigung dem mittlerweile zu den europaweit führenden Herstellern und Händlern zählenden Unternehmen einen Besuch abgestattet. 

 

Beutel um Beutel verlässt das Band der Foto-Digitaldruckmaschine in den Produktionsräumen der Riina Roosmaa, dem eng verzahnten Tochterunternehmen der Maprom, während die M.I.T.-Miglieder von Marktingmitarbeiterin Vanessa Kappey durch die Hallen geführt werden.  Die Riina Roosmaa ist für sämtliche Veredlungsmaßnahmen zuständig. Von verschiedenen Drucktechniken über die Beflockung bis hin zur Bestickung den Werbetextilien bekommen Taschen, T-shirts oder Baseballkappen hier ihren individuellen Schliff verpasst. Bei welcher der beiden Firmen man sich nun in den Produktionshallen jeweils gerade befindet, wird nicht so recht deutlich, aber was der größte Verkaufsschlager ist, schon. „Alles hat mit der Baumwolltasche angefangen“, berichtet Kappey. Und die macht auch heute noch den Löwenanteil der 600 Pakete, die das Lager Tag für Tag verlassen, aus.    

 

Maprom ist relativ schnell gewachsen, mit einem Jahresumsatz von 31 Millionen Euro sind da große Stückzahlen sehr kurzfristig zu bewegen.  Dafür wirken Lager- und Produktionshallen ein wenig provisorisch in ihrer logistischen Struktur. Aber genau eben das Problem hat Heiner Marquard im Jubiläumsjahr mit entsprechenden Investitionen angefasst. Vorlager und Picking-Lager, in dem es im Moment 32.000 Stellplätze mit 16.000 Artikeln gibt, ziehen von Holzminden und Lüchtringen zusammen ins 30 Kilometer entfernte Steinheim/Bergheim in eine 10.500 qm große Halle. Und auch in der Stickerei geht es rasant vorwärts. Acht Maschinen bearbeiten in zwei Schichten am Tag von 8 bis 23 Uhr 1.000 bis 2.000 Teile, demnächst aber nicht mehr im Hauptgebäude im Rohrweg, sondern in die Hermannstraße gegenüber. Der Maschinenpark wird mittelfristig um zehn Maschinen erweitert, die Logistik noch weiter modernisiert.  „Früher hatten die Garnschränke Türen, dann wurden sie zu Regalen umfunktioniert, in der neuen Produktion gibt es dann begehbare Garnschränke“, erklärt Stickereichef Wilhelm Göllner lächelnd.    

 

250 Mitarbeiter haben die beiden von Marquard 1987 gegründeten Unternehmen mittlerweile übrigens, darunter 18 Auszubildende, für die extra ein Smart-Cabrio angeschafft wurde. Denn wer es schafft, durch besondere Leistungen oder Ideen zum „Azubi des Monats“ gekürt zu werden, kann als Belohnung in den darauffolgenden vier Wochen kostenlos mit dem vollgetankten Maprom-Flitzer durch die Gegend fahren. Und damit gleichzeitig natürlich auch noch ein wenig Werbung für die Firma machen. M.I.T. Vorstände Frank Göhmann und Marion Rutkowski zeigten sich beeindruckt von der Größenordnung und Flexibilität des Unternehmens. „Maprom ist ein weiteres positives Beispiel dafür, wie wichtig der Mittelstand für diese Region ist, denn ohne Arbeitsplätze gibt es keinen Konsum“, kommentierte Göhmann den Besuch bei dem Höxteraner Werbetextiler.

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